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Im Kampf gegen resistente Keime: Octenidin beim pflegekongress17!

30.11.2017

7 Mrd. EUR Zusatzkosten verursachen nosokomiale Infektionen jedes Jahr in Europa. Patientendekontamination vor OPs und auf Intensivstationen ist eine wirksame Maßnahme im Kampf gegen – resistente – Erreger. Dabei am effektivsten: die universelle Dekontamination! Mit Octenidin steht hierfür ein verlässlicher und gut verträglicher Wirkstoff zur Verfügung. Dies präsentierte Dr. Christoph Klaus, schülke, beim pflegekongress17.

Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit mit einer Geschwindigkeit, die noch vor Jahren nicht vorherzusehen war. Resistente Erreger stellen in zunehmendem Maß ein ernsthaftes Problem für die öffentliche Gesundheit in Europa dar. Während die Zahl der Infektionen durch antibiotikaresistente Bakterien zunimmt, sind kaum vielversprechende neue Antibiotika in der Entwicklungspipeline. Von den Resistenzentwicklungen sind zunehmend auch sogenannte „Reserve-Antibiotika“ betroffen, die bislang dann zum Einsatz kommen, wenn die Standardtherapie versagt. 

Mehrkosten in Milliardenhöhe durch nosokomiale Infektionen

Auf rund sieben Milliarden Euro schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Kosten, die Europa jedes Jahr alleine aufgrund von Krankenhausinfektionen stemmen muss – u. a. aufgrund von rund 16 Millionen zusätzlicher Krankenhaustage. Die WHO warnt daher vor der post-antibiotischen Ära, in der bakterielle Infektionen, die über Jahrzehnte gut behandelbar waren, fatal enden.

Fakt ist: bis zu zehn Prozent aller stationär aufgenommen Krankenhaus-Patienten in Europa erleiden zumindest eine nosokomiale Infektion. Auf europäischen Intensivstationen ist gar ein Drittel der Patienten betroffen. Laut einer aktuellen Prognose werden antibiotikaresistente Erreger im Jahr 2050 mehr Tote fordern als Krebs, sofern wir nicht sofort gegensteuern. 

Patientendekontamination zur Verringerung nosokomialer Infektionen

Wundinfektionen nach Operationen sind wesentliche Kostentreiber im Gesundheitssystem. Patientendekontamination – in Form präventiver antiseptischer Ganzkörperwaschungen oder gezielter Dekontamination von MRSA-Trägern – kann jedoch effizient postoperative Wundinfektionen (sog. SSIs, surgical site infections) und andere nosokomiale Infektionen reduzieren. Das wurde mittlerweile in zahlreichen Studien gezeigt.

Bei der „gezielten Dekontamination“ werden von den Patienten Keimabstriche genommen. Träger von MRSA (oder anderen Erregern) werden danach gezielt mit antiseptischen Maßnahmen saniert, in der Regel durch Ganzkörperwaschungen und Nasenbehandlung. Im Gegensatz dazu wird bei „universellen Dekontamination“ auf ein Screening verzichtet. Bei dieser Maßnahme werden alle Patienten unabhängig von ihrem Keimstatus, der ja unbekannt ist, antiseptisch behandelt. 

Universelle Patientendekontamination ist am effektivsten

Überzeugende Erfolge von Dekontaminationsmaßnahmen wurden kürzlich bei orthopädischen Eingriffen und in der Herzchirurgie beschrieben. Die präoperative antiseptische Waschung inkl. Nasenbehandlung verringert Infektionen, verkürzt stationäre Aufenthalte und spart Kosten (u. a. durch weniger Pflege- und Therapieaufwand). Stambough et al. wiesen kürzlich bei Gelenkseingriffen eine Kostenersparnis durch universelle Dekontamination von über $700.000 im Vergleich zur gezielten Dekontamination nach. Bei koronaren Bypass-OPs könnte die gezielte Dekontamination von S. aureus-Trägern Berechnungen zufolge Einsparungen in Höhe von $45 Mio. pro Jahr in den USA bringen. Die universelle Dekontamination aller Patienten vor diesem Eingriff ermöglicht sogar jährliche Einsparungen von $102 Mio. (Hong et al., 2017).

Erfolge der universellen Dekontamination auf Intensivstationen sind schon länger bekannt. In mehreren Studien war sie die erfolgreichste Strategie, um MRSA-Kontaminationen und Sepsisraten von intensivmedizinisch versorgten Patienten signifikant zu senken (z. B. Huang et al. und Spencer et al., 2013). Dekolonisierung zählt mittlerweile zu den Top-5-Maßnahmen zur Prävention von nosokomialen Infektionen auf Intensivstationen – neben Händedesinfektion, Basishygiene, VAP- und Katheter-Bundle (Aspargur, 2017).

Die innovative Patientendekontamination mit octenisan®

Während in internationalen Studien der Wirkstoff Chlorhexidin dominiert, werden im europäischen Raum vermehrt Studien publiziert, die Erfolge mit Octenidin zeigen. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass gegen Chlorhexidin bereits Resistenzen bekannt sind. Aufgrund zunehmend auftretender unerwünschter Wirkungen wie Hautirritationen bis hin zu anaphylaktischen Reaktionen wurden von der europäischen sowie US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (EMA bzw. FDA) Warnungen vor Chlorhexidin ausgesprochen.

Octenidin wirkt umfassend gegen Pilze und Bakterien. Sogar gegen gefürchtete Problemkeime wie Mupirocin-resistenten MRSA oder multiresistente gramnegative Erreger (3- und 4-MRGN) ist Octenidin nachweislich wirksam (Conceição et al., 2016 und Marin et al., 2017).

Fordern Sie unser Poster zum Europäischen Antibiotikatag unter office.austria@schuelke.com oder bei Ihrem schülke Außendienstmitarbeiter jetzt kostenlos an!