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Glossar

Hier erklären wir Ihnen wichtige Fachbegriffe aus dem Bereich der Hygiene. Die Begriffe finden Sie unter dem jeweiligen Anfangsbuchstaben sortiert. Sollten Ihnen Begriffe fehlen, bitten wir Sie, uns dieses mitzuteilen.


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A

A0-Wert:

A0-Werte sind dazu da, um für bestimmte Desinfektionstemperaturen die entsprechenden Einwirkzeiten abzuleiten; für den Wirkungsbereich A (vegetative Bakterien und Pilze) ist z.B. ein A0-Wert von 600 erforderlich, d.h. bei 80 °C sind 10 Minuten Einwirkzeit erforderlich; soll auch Wirkungsbereich B (Viren) einschließlich HBV und HIV erfasst werden, beträgt der A0-Wert 3000, und es muss eine Einwirkzeit von 5 Minuten bei 90 °C gewählt werden.

Active-Power-Prinzip:

Synergieeffekt zwischen den Wirk- und Hilfsstoffen eines Desinfektionsmittels der bewirkt, dass bei minimalem Wirkstoffeinsatz eine optimale mikrobizide Wirkung erreicht wird. Vorteile: bessere Material- und Umweltverträglichkeit sowie optimale Anwenderakzeptanz.

Adenovirus:

Adenoviren sind kleine unbehüllte DNA-haltige Viren. Adenoviren werden in zwei Gattungen unterteilt: die Mastadenoviren, die Säugetiere infizieren können und die Aviadenoviren, die in verschiedenen Vogelarten endemisch sind. Sie verursachen etwa 5% aller Erkältungskrankheiten. Obwohl sie hauptsächlich harmlose Erkrankungen auslösen, treten sie auch als Erreger von gravierenderen Krankheiten wie Bronchitis und Hepatitis auf.

Aerob:

Eigenschaft von Organismen, die Sauerstoff zum Leben brauchen.

Aerosol:

Nebelförmige Verteilung fester oder flüssiger Stoffe in der Luft.

Atzalkalien:

Wässrige Lösungen der Hydroxide der Alkalimetalle; im allgemeinen Natrium und Kalium (= Natron- oder Kalilauge).

AIDS:

Acquired Immune Deficiency Syndrom (deutsch: Erworbenes Immun-Mangel-Syndrom).

AK-BWA:

Arbeitskreis Bettgestell- und Wagen-Dekontaminationsanlagen.

AKI:

Arbeitskreis Instrumenten-Aufbereitung.

Aktivchlor:

Wirksamer Anteil des im Desinfektions- oder Bleichmittel enthaltenen Chlors.

Aldehyde:

funktionelle Gruppe der AldehydeAlkoholus dehydrogenatus; Kohlenstoffverbindung mit der charakteristischen funktionellen Gruppe R-CHO. Aldehydische Desinfektionsmittel werden vorzugsweise im Krankenhausbereich zur Flächendesinfektion, in Risikobereichen, zur Tauchdesinfektion von Instrumenten und Utensilien sowie für chemisch-thermische Aufbereitungsverfahren für thermolabile Geräte wie z.B. Bettgestelle, Kunststoff- und Gummiteile, flexible Endoskope etc. eingesetzt. Dabei werden zur Erreichung synergistischer Effekte Kombinationen verschiedener Aldehyde eingesetzt, vorzugsweise Glutaraldehyd, Glyoxal und Formaldehyd.

Mikrobiologisches Wirkungsspektrum und Ökologie:

Aldehydische Desinfektionsmittel haben je nach Formulierung gute bakterizide, fungizide und virusinaktivierende Eigenschaften. Im Vergleich zu Aktivchlor und Aktivsauerstoff ist die Wirkungskinetik verlangsamt. Desinfektionsverfahren auf Aldehydbasis werden üblicherweise zwischen pH 5 und pH 8 durchgeführt, entsprechend liegen auch die Abwässer in diesem Bereich. Aldehyde sind leicht abbaubar und i.d.R. sehr materialschonend.

Alkohole:

Chemische Bezeichnung: Alkanole; Kohlenstoffverbindung mit der charakteristischen funktionellen Gruppe R-OH. Die wichtigsten Alkohole in Desinfektions- und Reinigungsmitteln sind Ethanol und Propanol (n- und iso-Propanol). Alkohole, wie z.B. Äthylalkohol oder Propylalkohol sind wichtige Wirkstoffgrundsubstanzen vieler Desinfektionsmittel. Alkohole haben keine sporiziden Eigenschaften, deshalb muss Alkohol vor dem „In-Verkehr-Bringen” als Desinfektionsmittel sporenfrei filtriert oder sterilisiert werden.

Allergie:

Krankhafte Überempfindlichkeit gegenüber körperfremden Stoffen (Antigene), die durch die Bildung von Antikörpern ausgelöst wird.

AMG:

Arzneimittelgesetz — Gesetz zur Regelung des Verkehrs mit Arzneimitteln; insbesondere sind darin Bestimmungen enthalten die die Qualität, Wirksamkeit sowie Prüfung, Zulassung und Verschreibung betreffen.

Amine:

Abkömmlinge des Ammoniaks (NH3). Man unterscheidet zwischen primären (R-NH2), sekundären (R2NH) und tertiären Aminen (R3N). Einige Amine haben eine umfangreiche mikrobizide Wirkung und werden in Desinfektionsmitteln eingesetzt.

Amphoter:

Von amphoteros (griechisch) = beide Seiten. Amphotere Substanzen sind z.B. Stoffe, die sowohl als Säure als auch als Base reagieren können. Amphotere Tenside sind solche, die je nach pH-Wert entweder wie ein anionisches Tensid oder wie ein kationisches Tensid reagieren können.

Anaerob:

„Ohne Luft”; anaerobe Mikroorganismen wachsen nur in Abwesenheit von Sauerstoff; obligate Anerobier: für diese ist Sauerstoff giftig. Fakultative Anerobier: können auch bei Anwesenheit von Sauerstoff leben.

Anion:

Negativ elektrisch geladenes Teilchen.

Antibiotika:

Arzneimittel zur Bekämpfung von Krankheitserregern..

Antigen:

Chemische Strukturen, die vom Immunsystem als körperfremd erkannt werden. Sie rufen im betroffenen Organismus die Bildung von Antikörpern hervor und besitzen die Fähigkeit, mit diesen zu reagieren.

Antikörper:

Antikörper sind Proteinmoleküle, die spezifische Antigene erkennen können und an diese binden. Hierdurch können körperfremde Stoffe erkannt und vernichtet werden.

Antimikrobiell:

gegen Mikroorganismen (wirkend).

Antiseptikum:

Arzneimittel, das Krankheitserreger auf lebendem Gewebe, wie z.B. der Haut bekämpft.

Antiseptisch:

Gegen Infektionen; verhindert die Vermehrung von Mikroorganismen.

Anwendungskonzentration:

Für Reinigungs- und Desinfektionsmittelkonzentrate müssen verschiedene Anwendungskonzentrationen hergestellt und berechnet werden, die je nach Anwendungsgebiet variieren.

AOX:

Adsorbierbare organisch gebundene Halogenverbindungen (X).

Arzneimittel:

Stoffe oder Zubereitungen, die dazu bestimmt sind, durch Anwendung am oder im Menschen oder tierischen Körper Krankheitserreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen oder unschädlich zu machen. Hände-, Haut-, Schleimhaut- und Wunddesinfektionsmittel (Antiseptika) sind in Deutschland zulassungspflichtige Arzneimittel..

Aseptisch:

Keimfrei; frei von lebenden Organismen.

Aspergillus:

Kolben- oder Gießkannenschimmel. Einige Arten kommen als Krankheitserreger vor, z.B. Aspergillus flavus, Aspergilus fumigatus, Aspergillus niger.

ATP:

Adenosintriphosphat.

ATP-Richtlinie:

(Attachment Technical Process) In unregelmäßigen Abständen werden im Gefahrstoffrecht Anpassungen an den Stand der Technik durchgeführt. Die Anpassungen werden durchnummeriert und in Form von Richtlinien veröffentlicht. Derzeit aktuell ist die 28. ATP (Stand 01.07.02), die sich u.a. mit der umweltschädigenden Wirkung von Zubereitungen und deren entsprechenden Kennzeichnung befasst.

Autoklav:

Apparat zur Sterilisation mit gesättigtem, gespannten Dampf.

AWK:

Abkürzung für Anwendungskonzentration.


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B

Bakterien:

Bakterien sind kleinste einzellige Mikroorganismen, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind. Der Zellkern ist nicht von einer Kernmembran umgeben (Prokaryonten). Die Vermehrung erfolgt durch einfache Zellteilung. Bakterien werden in drei Grundformen, den Stäbchenbakterien, den Kugeln (Kokken) und den gekrümmten Stäbchen (Spirillen), unterteilt. Bakterien können erwünscht oder unerwünscht sein. Erwünschte Bakterien sind solche, die zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen dienen, wie z.B. Darmbakterien. Unerwünschte Bakterien sind Bakterien, die für den Verderb von Lebensmitteln verantwortlich sind oder eine Infektionskrankheit auslösen, wie z.B. Salmonellen.

Bakteriostatisch:

Das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien hemmend/aufhaltend, ohne sie zu vernichten.

Bakterizid:

Eine den Zelltod herbeiführende Schädigung der Bakterienzelle durch ein Bakterizid = bakterizides Antiinfektivum (z.B. Antibiotikum) oder ein Desinfektionsmittel.

BAM:

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine technisch-wissenschaftliche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Basen:

Stoffe, die in wässrigen Lösungen den pH-Wert des Wassers erhöhen.

Bazillen:

Aerobe oder fakultativ anaerobe, grampositve, stäbchenförmige Bakterien, die Sporen bilden.

BfArM:

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Aufgaben sind die Zulassung und Registrierung von Arzneimitteln, die Risikoüberwachung bei Arzneimitteln, die Überwachung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) und des Grundstoff-Überwachungsgesetzes (GÜG) sowie die Zusammenarbeit mit der EU in allen Fragen der Risikoabwehr von Medizinprodukten.

BGA:

Bundesgesundheitsamt (heute: Robert-Koch-Institut).

BGA-Programm:

Laut diesem Verfahren ist bei vollautomatischen Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen zur Abtötung von Bakterien und Viren eine Temperatur von 93 °C und eine Einwirkungszeit von 10 Minuten einzuhalten. Hier erfolgt zuerst die Desinfektion und dann die Reinigung. Dieses Verfahren ist entsprechend § 10 Bundesseuchengesetz nur im Seuchenfall, also bei einer Epidemie meldepflichtiger Erkrankungen, und auch dann nur auf Anordnung des Amtsarztes einzusetzen.

Biguanide:

Kationische oberflächenaktive organische Desinfektionsmittel.

Biofilm:

Komplexe Verbände von Mikroorganismen an einer Grenzfläche, eingebettet in eine schleimartige Matrix aus extrazellulären polymeren Substanzen, hauptsächlich aus Polysachariden bestehend. Biofilme entstehen, wenn Mikroorganismen sich an Grenzflächen zwischen Gas- und Flüssigphasen (z.B. freier Wasserspiegel), Flüssig- und Festphasen (z.B. Kies an der Gewässersohle) oder an Flüssig / Flüssigphasen (z.B. Öltröpfchen im Wasser) ansiedeln. Es bildet sich auf der Grenzfläche eine dünne, meist geschlossene Schleimschicht (Film), in die Mikroorganismen eingebettet sind.

Bioindikator:

Organismus, dessen Vorkommen oder Verhalten mit bestimmten Einflüssen so eng übereinstimmt, dass man ihn als Indikator verwenden kann.

Biologische Abbaubarkeit:

Vollständige biochemische Zerlegung von organischen Molekülen durch Mikroorganismen.

Biozide:

Biozide sind Wirkstoffe oder Zubereitungen, die dazu bestimmt sind Schadorganismen auf chemischem oder biologischem Wege abzuschrecken oder unschädlich zu machen. Arzneimittel, Kosmetika oder Medizinprodukte sind keine Biozide.

BPI:

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie.

BSB:

Biochemischer Sauerstoffbedarf; Sauerstoffmenge, die für den aeroben mikrobiellen Abbau organischer Substanzen benötigt wird.

BSE:

Bovine Spongiforme Enzephalopathie, schwammartige Veränderung des Hirns beim Rind („Rinderwahnsinn”).

BseuchG:

Bundesseuchengesetz — zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen. Es enthält die Aufzählung der meldepflichtigen Krankheiten, die Vorschriften zur Verhütung übertragbarer Krankheiten, die Vorschriften zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten und besondere Vorschriften für Gemeinschaftseinrichtungen.

Bundesseuchengesetz (heute: Infektionsschutzgesetz).


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C

CE:

Conformité Etablie („Übereinstimmung nachgewiesen”), Warensiegel für Produkte, die europäischen Mindestanforderungen an Qualität und Produktsicherheit erfüllen.

CEN:

Comité Européen de Normalisation (Europäisches Komitee für Normung).

CE-Kennzeichen:

Es handelt sich um ein Verwaltungszeichen und richtet sich an Überwachungsbehörden, die dadurch die Information erhalten, dass ein Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt wurde und die Sicherheitsanforderungen aller auf das Produkt zutreffenden EU-Richtlinien eingehalten werden. Medizinprodukte werden mit dem CE-Kennzeichen versehen.

Chemothermische Desinfektion:

Bei chemothermischen Verfahren, die für thermolabile Utensilien — wie beispielsweise flexible Endoskope — zur Anwendung kommen, darf die Temperatur von 60 °C nicht überschritten werden. Es sollten dabei nur chemische Präparate eingesetzt werden, die auf das Verfahren und die verwendeten Werkstoffe abgestimmt sind. Dabei müssen die Herstellerangaben (Einwirkungszeit, Konzentration und Temperatur) genauestens beachtet werden.

Chlor:

Cl, Chemisches Element der Ordnungszahl 17.

Eigenschaften: gelb-grünes, sehr reaktionsfähiges, giftiges Gas, wirkt durch Oxidation aus Farbstoffen bleichend. Chlor wird zur Desinfektion von Trink-, Bade- und Abwässern eingesetzt.

Chlorbleiche:

Wässrige Lösung aus Natriumhypochlorit, welche durch Einleiten von Chlor in verdünnte Natronlauge die entsteht. Die Reinigungs- und Desinfektionswirkung ist sehr gut. Die Stabilität ist vom pH-Wert, Licht, Temperatur und der Konzentration abhängig. Bei Zugabe von Säuren wird Chlor freigesetzt.

CJD/ vCJD:

Creutzfeldt-Jakob-Disease/ new variant of Creutzfeldt-Jakob-Disease.

CJK/ vCJK:

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit/ neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Clostridium:

Stäbchenförmige anaerobe grampositive Sporenbildner. Erreger von Tetanus (Clostridium tetanii), Gasbrand (Clostridium perfingens) und Botulismus (Clostridium botulinum).

CSA:

Caseinpepton-Sojapepton-Agar.

CSB:

Chemischer Sauerstoffbedarf, Menge an Sauerstoff, die zur chemischen Oxidation der anorganischen und organischen Stoffe im Wasser benötigt wird.

CTFA:

Cosmetic Toiletry Fragrance Association.


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D

DAB:

Deutsches Arzneibuch.

Defibrinieren:

Entfernen von Fibrinogen aus Blut und Plasma durch Überführen in Fibrin.

Dekontamination:

Eine Dekontamination bedeutet eine Entfernung von Verschmutzung bzw. Verunreinigung von Räumen, Wasser, Lebensmitteln und Personen. Die Verschmutzung kann durch Mikroorganismen oder andere Stoffe geschehen. Die Anzahl der Mikroorganismen wird dabei auf ein Niveau reduziert, das weder der Gesundheit noch der Qualität z.B. von Lebensmitteln schadet.

Desinfektion:

Desinfektion ist ein Prozess, durch den die Anzahl vermehrungsfähiger Mikroorganismen infolge Abtötung/ Inaktivierung unter Angabe eines standardisierten, quantifizierbaren Wirkungsnachweises reduziert wird mit dem Ziel, einen Gegenstand/ Bereich in einen Zustand zu versetzen, dass von ihm keine Infektionsgefährdung mehr ausgehen kann. Ziel der Desinfektion ist die definierte Verminderung der Anzahl pathogener oder fakultativ-pathogener Mikroorganismen.

Desinfektionsmittel:

Chemische Substanzen oder Substanzgemische, die Mikroorganismen auf Oberflächen, in Flüssigkeiten oder Gasen abtöten bzw. inaktivieren.

Desinfektionsmittelmischanlage:

Apparat zur zentralen oder dezentralen Versorgung mit gebrauchsfertiger Desinfektionslösung.

Desinfektionsmittelprüfung:

Prüfung der Wirkung von Desinfektionsmitteln gegenüber bestimmten Testkeimen unter bestimmten Testbedingungen (z.B. quantitativer Suspensionstest).

Desinfektionsplan:

Bei einem Reinigungs- und Desinfektionsplan handelt es sich um eine detaillierte Aufschlüsselung sämtlicher zur Anwendung kommender Verfahren und Produkte. Im Lebensmittelbereich ist ein solcher Plan Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung eines HACCP-Systems.

Zweck des Desinfektionsplans:
• Dokumentationspflicht nach der LMHV (Lebensmittelhygiene-Verordnung) im Küchen- und  Lebensmittelbereich
• genaue Festlegung, wann, wie und mit welchen Mitteln gereinigt und desinfiziert werden muss
• namentliche Festlegung, wer welche Arbeiten zu erledigen hat

 Erstellung des Desinfektionsplans:
• Festlegung der Bereiche
• Auflistung der Inventarteile (Anlagen, Gegenstände) und Bereiche
• Reinigungs- (Desinfektions-) verfahren, Häufigkeit, Produkte
• Dosierung, Temperatur, Einwirkzeit
• Festlegung der Zuständigkeiten

DGHM:

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Die Aufgaben der DGHM sind die Förderung des wissenschaftlichen Austausches auf den verschiedenen Teilgebieten der Mikrobiologie, Infektionsimmunologie sowie der Hygiene und des Gesundheitswesens.

DGHM-Liste:

Desinfektionsmittel-Liste der DGHM, Liste der nach den Richtlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel geprüften und von der DGHM als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren.

DGKH:

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. Eingetragener Verein von Hygienikern, der sich zum Ziel gesetzt hat, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Hygiene praxisgerecht aufzuarbeiten und anzuwenden.

Dichte:

In der Qualitätskontrolle wird häufig eine Bestimmung der Dichte durchgeführt. Die Dichte (auch spezifisches Gewicht genannt) gibt das Gewicht im Verhältnis zum Volumen (Rauminhalt) an.

DIN:

Deutsches Institut für Normung e.V.

DNA:

Desoxyribonucleinacid (menschliche Erbsubstanz).

DNS:

Desoxyribonukleinsäure (menschliche Erbsubstanz).

DOC:

Dissolved Organic Carbon (Gelöster organischer Kohlenstoff).

DVG:

Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V.

DVG-Liste:

Desinfektionsmittelliste der DVG (für den lebensmittelbe- und verarbeitenden Bereich).

DVV:

Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V.

D-Wert:

Dezimalreduktionswert, Destruktionswert (Zahl, die angibt, in welcher Zeit eine Ausgangsmenge von Keimen um den Faktor 10 reduziert werden kann).


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E

Edelstahl:

Durch Zugabe von Stahlveredelungsmetallen (z.B. Chrom oder Mangan) legierter, rostfreier Sonderstahl mit geringem Phosphor- und Schwefelgehalt.

EHEC:

Enterohämorrhagische Escherichia coli. Varianten der Escherichia coli-Bakterien, die besondere pathogene, krankheitserregende Eigenschaften aufweisen.

Eiweißfehler:

Verminderung bzw. Negierung der Desinfektionswirkung durch vorhandene Eiweißsubstanzen.

Empirisch:

Aus Versuchen ermittelter Erfahrungswert.

Emulsion:

System aus zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten, bei dem die eine Flüssigkeit in Form kleinster Tröpfchen in der anderen verteilt ist.

Endogene Infektion:

Infektion, die von kolonisierten Mikroorganismen ausgeht.

Endoskop:

Mit Linsensystem und elektrischer Lichtquelle ausgerüstetes Instrument zur direkten Untersuchung von Körperhöhlen. Es muss nach Gebrauch gereinigt, desinfiziert und z.T. auch sterilisiert werden.

Enzephalopathie:

Gehirnerkrankung, Gehirnleiden.

Enzymatischer Reiniger:

Üblicherweise kommen in enzymhaltigen Reinigungsmitteln die Enzyme der Hauptgruppe Hydrolasen zum Einsatz. Diese werden wiederum in Proteasen, Amylasen und Lipasen unterteilt. Im Reinigungsprozess bauen Proteasen eiweißhaltige, Amylasen stärkehaltige und Lipasen fetthaltige Rückstände ab und überführen diese in einen besser wasserlöslichen und damit besser von den Oberflächen entfernbaren Zustand. Daher kann durch gezielten Einsatz von ausgewählten Enzymen in Reinigungsmitteln die Reinigungsleistung gegenüber Eiweiß, Blut, Stärke und Fett stark verbessert werden. Um optimale Reinigungsvorgänge zu erzielen, muss die vorgeschriebene Temperatur und der pH-Wert während des Reinigungsprozesses unbedingt eingehalten werden.

Enzyme:

Enzyme sind biologische Katalysatoren für viele biochemischen Reaktionen. Enzyme sind unentbehrlich für die gesamten Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus. Erst sie ermöglichen alle lebensnotwendigen biochemischen Prozesse im Körper.

Epidemisch:

Gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit innerhalb eines umschriebenen Raumes und eines begrenzten Zeitraumes.

Escherichia Coli:

Gramnegative, kurze, stäbchenförmige Bakterienart, die normalerweise im Dickdarm vorkommt und dort physiologische Aufgaben verrichtet. Testkeim bei der chemischen Desinfektionsmittelprüfung nach DGHM-Richtlinien.

Ethanol:

C2H5OH; als trinkbarer Alkohol der bekannteste in der Gruppe der Alkohole. Als Desinfektionsmittelrohstoff ist seine schnelle und umfangreiche Wirksamkeit gegen Bakterien, Viren und Pilze von Vorteil. Ethanol wirkt bereits ab Konzentrationen > 30 % mikrobizid. Die beste Wirksamkeit besteht i.d.R. bei Konzentrationen zwischen 70 und 80%.

Exogene Infektion:

Infektion, die durch von außen in einen Wirt eindringende Mikroorganismen verursacht wird..


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F

Faeces:

Stuhl, Kot.

FDA:

Food and Drug Administration (USA: Behörde, die für die Zulassung von Arzneimitteln zuständig ist).

Flächendesinfektion:

Desinfektion von unbelebten Oberflächen wie Fußböden, Inventar und Geräten.

Formaldehyd:

Formaldehyd taucht im täglichen Umfeld in den verschiedensten Produkten und Materialien auf. Er wird z.B. in Kleidung und Teppichen als Textilhilfsmittel verarbeitet und findet in Desinfektionsmitteln ebenso Verwendung wie in Kosmetika. Eine weitere Quelle ist Tabakrauch. Formaldehyd hat einen stechenden Geruch und wirkt stark reizend auf die Augen sowie die Schleimhäute von Nase und Rachen. Es steht außerdem im Verdacht, Krebs auszulösen.

Fungistatisch:

Das Wachstum und die Vermehrung von Pilzen hemmend.

Fungizid:

Pilztötend.


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G

GDA:

Glutardialdehyd.

Glutardialdehyd:
Aldehyd der Formel OHC-CH2-CH2-CH2-CHO (Synonyme: 1,5- Pentandial, Glutaral). Hochwirksamer Aldehyd mit breitem Wirkungsspektrum (Bakterien, auch Mykobakterien, behüllte und unbehüllte Viren, Sporen).

Gefahrgutverordnung:

Verkehrsrechtliche Bestimmung zu Verpackung und Transport gefährlicher Güter auf der Straße, per Eisenbahn, per Schiff und per Flugzeug.

Gefahrstoffkennzeichnung:

Gefährliche Stoffe können gemäß GefstoffV wie folgt gekennzeichnet sein: E = explosionsgefährlich, O = brandfördernd, F+ = hochentszündlich, F = leicht entzündlich; T+ = sehr giftig, T = giftig; C = ätzend, Xi = reizend, Xn = gesundheitschädlich, N = umweltgefährlich .

GefStoffV:

Gefahrstoffverordnung (Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen):
Regelt das In-Verkehr-bringen von gefährlichen Stoffen und Zubereitungen nach dem Chemikalienrecht, sowie den Umgang mit Gefahrstoffen, einschließlich ihrer Aufbewahrung, Lagerung und Vernichtung.

GGVBinsch:

Gefahrgutverordnung Binnenschifffahrt.

GLP:

Good Laboratory Practice.

Glyoxal:

Aldehyd der Formel OHC-CHO (kleinster Dialdehyd) (Synonym1,2-Ethandial). Im Gegensatz zu Formaldehyd und Glutaraldehyd nur mit relativ geringen mikrobiziden Eigenschaften.

GMP:

Good Manufacturing Practice, freiwillige Übereinkunft der Industrie über Qualitätsstandards; Vorläufer der ISO 9000-Reihe.

Gramfärbung:

Färbung von mikroskopischen Bakterienpräparaten mit Karbolgentianaviolett und Karbolfuchsin zur Unterscheidung verschiedener Keimarten.

Gramnegativ:

Nach der Gramfärbung rot gefärbte Bakterien.

Grampositiv:

Nach der Gramfärbung blau gefärbte Bakterien.


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H

HACCP:

Hazard Analysis and Critical Control Point ,Gefährdungsanalyse zur Identifizierung kritischer Punkte zum Schutz der Endverbraucher; durch LMHV (Lebensmittelhygiene-Verordnung) seit 1998 in lebensmittelbe- und verarbeitenden Bereichen vorgeschrieben. Methode zur Qualitätssicherung mit dem Schwerpunkt Hygiene in der Lebensmittelindustrie und im Großküchenbereich.

Halogene:

Salzbildner; Elemente der 7.ten Hauptgruppe des Periodensytems der Elemente. Fluor, Chlor, Brom, Iod und Astat.

Händedekontamination:

Keimreduktion auf den Händen mit Hilfe eines Waschpräparates mit keimabtötenden Eigenschaften. Heute wird dieser Begriff ersetzt durch „desinfizierende Händewaschung” bzw. „hygienische Händewaschung”.

Händedesinfektion, chirurgische:

Die chirurgische Händedesinfektion ist die weitgehende Reduktion der transienten und residenten Hautflora. Es soll verhindert werden, dass während des operativen Eingriffs Infektionserreger von den Händen des Operationsteams in den Wundbereich eingebracht werden. Zur chirurgischen Händedesinfektion sind die Hände 3-5 Minuten mit einem Händedesinfektionsmittel nach einem bestimmten System einzureiben.

Händedesinfektion, hygienische:

Die hygienische Händedesinfektion ist die gezielte Reduktion der transienten Hautflora. Es soll verhindert werden, dass bei der Behandlung und Pflege von Patienten Infektionserreger durch die Hände übertragen werden. Zur hygienischen Händedesinfektion sind die Hände 30 Sekunden mit einem Händedesinfektionsmittel nach einem bestimmten System einzureiben.

Hautdesinfektion:

Die Hautdesinfektion soll die Keimzahl auf der Haut möglichst stark senken. Sie ist nötig vor Spritzen und operativen Eingriffen in die Haut. Als wirksame Hautdesinfektionsmittel haben sich Alkohol- und Jodpräparate in der Praxis bewährt.

HAV:

Hepatitis A-Virus. Epidemische oder infektiöse Hepatitis. Übertragung über Lebensmittel oder Wasser. Schmutz- und Schmierinfektionen kommen vor. Aktive und passive Immunisierung ist möglich.

HBsAg:

Hepatitis-B-Oberflächenantigen.

HBsAG-Test:

Die Prüfung von Desinfektionsmitteln auf Wirksamkeit gegenüber dem Hepatitis B-Virus (HBV) ist eine notwendige Untersuchung, da im Krankenhaus und in der ärztlichen und zahnärztlichen Praxis der Desinfektion von Flächen, Instrumenten, Händen und Wäsche eine große Bedeutung zur Unterbrechung von HBV-Infektketten zukommt. Die Evaluierung von Desinfektionsmitteln ist allerdings fast ausschließlich mit indirekten Methoden möglich, da in-vitro-Vermehrungssysteme für das HBV nicht existieren und Schimpansenversuche nur in wenigen Ausnahmefällen durchführbar sind. Deshalb muss die HBV-Wirksamkeit mit einem indirekten Verfahren bestimmt werden. Diese Untersuchungsmethoden erlauben Hinweise für eine inaktivierende Wirkung eines Desinfektionsmittels gegenüber dem HBV, doch muss bei der Beurteilung der Ergebnisse beachtet werden, dass möglicherweise eine Restinfektiosität bestehen bleibt, die mit keinem der nachfolgend beschriebenen Verfahren ausgeschlossen werden kann. Bislang sind drei indirekte Methoden veröffentlicht:

• Zerstörung des Oberflächenantigens (Hepatitis B surface Antigen = HBsAg)
• Morphologischer Alterations- und Desintegrationstest (MADT)
• Inaktivierung der HBV assoziierten DNS-Polymerase

HBV:

Hepatitis-B-Virus. Die Übertragung des hoch infektiösen Hepatitis-B-Virus erfolgt über Blut, Speichel und andere Körperflüssigkeiten. Die häufig schwer verlaufende akute Hepatitis B hat eine Inkubationszeit von 1- 6 Monaten. Die HBV kann zu chronischen Verläufen bis hin zu Leberversagen führen. Schutzimpfungen sind möglich.

HCV:

Hepatitis-C-Virus. Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die durch eine Infektion mit dem gleichnamigen Virus ausgelöst wird. Es wird vor allem über Blutkontakte übertragen. Im Gegensatz zu den anderen Hepatitis-Viren (A, B, D und E) führt eine Infektion mit dem im Jahre 1989 entdeckten HCV in außerordentlich vielen Fällen zu einer chronischen Lebererkrankung.

Hefen:

Sproßpilze = Pilze, die sich vegetativ durch Sprossung oder Spaltung vermehren (Bsp. Candida).

Heparinisiert:

Mit einem blutgerinnungshemmenden Medikament versehen.

Hepatitis:

Entzündung der Leber.

Hilfsstoffe:

Als Hilfsstoffe einer chemischen Zubereitung (z.B. Reiniger oder Desinfektions- bzw. Arzneimittel) werden Komponenten bezeichnet, welche die Hauptwirkung der eigentlichen Wirkstoffe unterstützen. Hilfsstoffe üben entweder eine zusätzliche Funktion aus, indem sie z.B. als Korrosions- bzw. Schauminhibitoren wirken oder die Formulierung galenisch stabilisieren. Auch Stoffe, die die gewünschten anwendungstechnischen Eigenschaften einstellen (Viskosität, pH-Wert) bzw. die Anwenderakzeptanz (Duft- und Farbstoffe) erhöhen, sind in diesem Sinne Hilfsstoffe.

HIV:

„Human Immunodeficiency Virus” heißt übersetzt „Menschliches Immunschwäche Virus” = AIDS-Virus. Die Übertragung erfolgt durch direkten Blutkontakt, durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen unter Drogensüchtigen sowie durch Geschlechtsverkehr über die Schleimhäute im Genital- und Analbereich. HIV befällt vor allem die Zellen des Abwehrsystems. Erst Jahre nach erfolgter Ansteckung kommt die eigentliche Krankheit Aids zum Ausbruch und äußert sich in einer fortschreitenden Schwächung des körpereigenen Immunsystems.

Hospitalismus:

Siehe nosokomiale Infektion.

Humane Rotaviren:

Sie gehören zu den am häufigsten diagnostizierten viralen nosokomialen Erregern bei Säuglingen. Ein Impfstoff gegen Rotaviren ist zur Zeit noch nicht verfügbar. Gegenüber Desinfektionswirkstoffen zeigen sie eine deutlich größere Empfindlichkeit als unbehüllte hydrophile Viren (z.B. Polio- oder Parvoviren). Sie werden durch Mittel auf der Basis von Aldehyden, Halogenen und Aktiv-Sauerstoff freisetzenden Verbindungen aber auch durch tensidartige Desinfektionswirkstoffe, durch Phenole und Alkohole gut inaktiviert. Rotaviren werden fäkal-oral durch Schmierinfektion übertragen. In Säuglingsstationen gehört die Flächendesinfektion sowie die Händedesinfektion zu den wichtigsten prophylaktischen Maßnahmen.

Hydrophil:

Wasserliebend, im Wasser wachsend.

Hydrophob:

Wasserabstoßend, das Wasser meidend.

Hygiene:

Unter Hygiene versteht man die Gesundheitsförderung des Menschen und seiner Umwelt. Dabei werden diejenigen Massnahmen zusammengefasst, die vorbeugend gegen das Entstehen und Verbreiten von Krankheiten angewandt werden.

Hygieneplan:

Übersichtlich gestaltete Aufstellung der in einem Krankenhaus oder sonstigen Bereichen notwendigen Maßnahmen zur Verhütung von Keimübertragungen und Infektionen.


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I

IATA-DGR:

International Air Transport Assocation — Dangerous Goods Regulations. Regelt den Lufttransport gefährlicher Güter.

Iatrogen:

Durch den Arzt hervorgerufen.

IfSG:

Infektionsschutzgesetz (früher BeseuchG= Bundesseuchengesetz, hat dieses ersetzt).

Inaktivieren:

Etwas in einen Zustand versetzen, in dem es seine ursprüngliche Wirkung verloren hat. Bei Viren wird die Wirksamkeit von Desinfektionsverfahren als Inaktivierung der Viren bezeichnet, da Viren nur über Wirtszellen zur Vermehrung in der Lage sind. Sie verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel.

INCI:

International Nomenclature of Cosmetic Ingredient — die Deklaration der Bestandteile kosmetischer Mittel (Bestandteile gemäß INCI) hat nach den gesetzlichen Bestimmungen (§5a, Abs. 4 KVO) mit sogenannten INCI-Namen zu erfolgen.

Infektion:

Ansteckung. Lokale oder allgemeine Störung des Organismus durch Krankheitserreger, die von außen in die Organe oder Gewebe eindringen und die Fähigkeit haben, sich zu vermehren.

Infektionsdosis:

Minimale Anzahl von Mikroorganismen, die einen Infekt verursachen kann.

Inkubationszeit:

Zeitraum zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen. Die Inkubationszeit ist charakteristisch für jede Krankheit. Sie kann Stunden, Tage, Wochen und gelegentlich sogar Jahre betragen.

Instrumentendesinfektion:

Bevor gebrauchte medizinische Geräte gereinigt werden, sind diese in einer geeigneten Desinfektionsmittellösung zu entkeimen.

Ionenaustauscher:

Ionenaustauscher dienen zur Herstellung von gereinigtem Wasser, wobei sich die ionischen Bestandteile des Wassers weitgehend entfernen lassen (Enthärtung oder Vollentsalzung).

Irreversibel:

Nicht umkehrbar, nicht rückgängig zu machen.

ISO:

International Organization for Standardization.

Isopropanol:

2-Propanol; Formel: CH3-CH(OH)-CH3; häufig als in alkoholischen Desinfektionsmittel eingesetzter Alkohol


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J

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K

Kanzerogen:

Krebserregend.

Kältefehler:

Wirkungsverlust bzw. Wirkungsverzögerung beim Einsatz von Mitteln bei niedrigen Temperaturen; DVG-Liste enthält Angaben zur Wirksamkeit der Produkte bei 20 °C und bei 10° C.

KBE:

Kolonienbildende Einheiten (Keimzahl).

Koagulation:

Ausflockung, Gerinnung.

Kokken:

Bakterien in Kugelform.

Komplexbildner:

Hilfsstoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln. Diese Substanzen „umhüllen” (complexus = Umarmung) die härtebildenen (Ca- und Mg-) Ionen und bilden mit ihnen sog. Komplexe, welche nicht mehr die störenden Eigenschaften der Ausgangssubstanzen besitzen. Zu den Komplexbildnern gehören z.B. Phosphate, Citrate, NTA und EDTA. Komplexbildner werden verwendet, um Metalle zu binden und zu entfernen (Wasserenthärter).

Kontamination:

Verschmutzung / Verunreinigung von Räumen, Wasser, Lebensmitteln, Gegenständen oder Personen durch Mikroorganismen oder durch radioaktive Stoffe, biologische Gifte oder chemische Stoffe.

Korrosion:

Die von der Oberfläche ausgehende, durch unbeabsichtigten chemischen oder elektrochemischen Angriff hervorgerufene Veränderung eines Werkstoffes.

Korrosionsinhibitoren:

Stoffe, die in einem Angriffsmittel (z.B. Reiniger) dessen korrosive Eigenschaften hemmen.


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L

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M

MAK-Wert:

Maximale Arbeitsplatzkonzentration ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeinträchtigt wird.

manuelle Aufbereitung:

Bei der manuellen Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten werden diese in eine Lösung eines kombinierten Desinfektions- und Reinigungsmittels eingelegt bzw. separat in einem Reinigungs- und Desinfektionstauchbad behandelt.

maschinelle Aufbereitung:

Bei der maschinellen Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten werden diese nach bestimmten Kriterien in einem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gereinigt und desinfiziert. Die thermische Aufbereitung ist das Mittel der Wahl und aus hygienischer Sicht am sichersten

Medizinprodukt:

Alle einzeln oder miteinander verbunden verwendeten Instrumente, Apparate, Vorrichtungen, Stoffe oder anderen Gegenstände, die vom Hersteller zur Anwendung für Menschen für medizinische Zwecke bestimmt sind. Diese sind zusätzlich in Risikoklassen eingeteilt (III, IIa, IIb, I). Im erweiterten Sinn gelten auch Materialien / Software als Medizinprodukt, die das einwandfreie Funktionieren des Medizinprodukts sicherstellen.

MHK:

Minimale Hemmkonzentration (die kleinste Konzentration (µg/ml) eines antimikrobiellen Wirkstoffes, die die Keimvermehrung im Kulturansatz noch verhindert).

Mikrobistatisch:

z.B. „bakteriostatisch” bedeutet, dass das Wachstum der Bakterien aufgehalten wird. Dagegen bedeutet „bakterizid” das Abtöten von Bakterien.

Mikrobizid:

Mikroorganismen abtötend.

Mikrostatisch:

Das Wachstum von Mikroorganismen aufhaltend.

MKS:

Maul- und Klauenseuche.

Mortalität:

Verhältnis der Zahl der Todesfälle zur Gesamtzahl der berücksichtigten Personen.

MPG:

Medizinproduktegesetz. Zweck dieses Gesetzes ist es, den Verkehr mit Medizinprodukten zu regeln und dadurch den für die Sicherheit, Eignung und Leistung der Medizinprodukte sowie der Gesundheit und den erforderlichen Schutz der Patienten, Anwender und Dritter zu sorgen.

MRSA:

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme. Antibiotika-resistente Mikroorganismen, die entweder von entsprechend kolonisierten oder infizierten Personen in Krankenhäuser eingeschleppt oder dort durch antibiotische Therapie selektioniert werden.

Multiresistente Keime:

Krankheitserreger, die gegen mehrere Antibiotika resistent geworden sind.

Mykobakterien:

Grampositive Bakterien, z.B. Mycobacterium tuberculosis (Erreger der Tuberkulose) — Referenzkeim für diesen Erreger bei der Desinfektionsmittelprüfung ist Mycobacterium terrae.


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N

Naßkeime:

Keime, die sich besonders im feuchten Milieu gut halten und vermehren können (hauptsächlich Pseudomonaden, aber auch Enterobakterien und Klebsiellen).

Neutralisation:

Zugabe von Säure zu einer Lauge (oder umgekehrt) zur Aufhebung der sauren (bzw. alkalischen) Wirkung. Bei der alkalischen (maschinellen) Reinigung sollen saure Neutralisationsmittel die auf dem Spülgut verbliebene Alkalität des Reinigers nach erfolgter Reinigung beseitigen.

Norwalk-like-Viren = Noroviren:

Viren aus der Familie der Caliciviren. Caliciviren und Adenoviren ähneln sich in ihrer Empfindlichkeit gegenüber Desinfektionswirkstoffen.

Nosokomialinfektionen:

Nosokomiale Infektion (Krankenhausinfektionen) sind bei einem Patienten in einem Krankenhaus auftretende Infektionen, die vor der Einweisung in das Krankenhaus noch nicht vorhanden waren, sondern während des Aufenthalts erworben wurden. Sie können auch beim Krankenhauspersonal auftreten.

NTA:

Nitrilotriacetat (stickstofforganischer Komplexbildner für die Komplexierung von Eralkali- und Schwermetallen).


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O

Obligat:

Von den verschieden zur Verfügung stehenden Möglichkeiten wird nur eine wahrgenommen.

OECD:

Organization for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die 1961 gegründete Organisation plant und koordiniert die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weltweit.

OECD-Richtlinie:

Der OECD („Organization for Economic Cooperation and Development”) gehören derzeit 30 Mitgliedsstaaten an. Die OECD beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Wissenschaft, Technologie und Industrie. Sie hilft mit internationalen Methoden, Standards und Richtlinien zu erarbeiten. Beispielsweise werden die Prüfungen zur biologischen Abbaubarkeit von Rohstoffen nach den Richtlinie der OECD durchgeführt.

Osmose:

Diffusion von Lösemittelmolekülen durch eine halbdurchlässige Trennwand hindurch. Trennt eine solche Wand zwei Lösungen unterschiedlicher Konzentration, so wandern die Lösungsmittelmoleküle in Richtung höhere Konzentration und versuchen die Lösung zu verdünnen.

Oxidation:

Früher machte man die Oxidation an Sauerstoff fest. Wurde Sauerstoff aufgenommen, wurde ein Stoff oxidiert. Die modere Definition ist allerdings, dass bei Redoxreaktionen einzelne Atome ihre Anzahl an Elektronen verändern. Hierbei müssen immer genau soviel Elektronen weggenommen werden, wie hinzugefügt werden, damit es keinen Elektronen-über- oder unterschuß gibt. Oxidation ist die Abgabe von Elektronen. Stoffe die andere Stoffe dazu anregen, Elektronen abzugeben, bezeichnet man als Oxidationsmittel. Sie werden dabei selbst reduziert.


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P

Papova-Viren SV 40:

Abkürzung für Papilloma-Polyoma-Vacuolating-Agent, SV40 (simian virus 40) hat die Eigenschaft, in Tieren Tumore zu induzieren (onkogene Virusart mit zirkulärer DNS). Methodisch wird SV 40 häufig als Vektor in der Gentechnik eingesetzt.

Pathogen / apathogen:

Bei Mikroorganismen unterscheidet man pathogene (krankheitserregende) Arten, wie z.B. Salmonellen, und apathogene Arten, die oftmals sogar sehr nützlich sind, wie z.B. Milchsäurebakterien, die aus Milch Joghurt machen.

Peressigsäure:

Sauerstoffaktive Verbindung der chemischen Formel CH3CO-OOH. Sie ist ein starkes Oxidationsmittel und deshalb in höheren Konzentrationen eine leicht entflammbare und explosive Substanz. Verdünnte Lösungen werden gerne als Desinfektionsmittel eingesetzt, da sie einerseits hervorragende mikrobizide Eigenschaften besitzen, andererseits aber als Reaktionsprodukte lediglich Wasser und Essigsäure entstehen. Nachteil: sehr korrosiv.

pH-Wert:

Negativer dekadischer Logarithmus der Protonenkonzentration (Protonenaktivität) Maßzahl für die in wässrigen Lösungen enthaltene Wasserstoffionenkonzentration und damit Maß für die saure, neutrale oder basische Reaktion einer Lösung. Die pH-Wert-Skala reicht in Wasser von 0 bis 14. Säuren haben einen pH-Wert kleiner 7 und Basen einen pH-Wert größer 7. Wasser in seiner ursprünglichen Form hat einen pH-Wert von 7 (neutral).

Phenole:

Gruppenbezeichnung für aromatische Hydroxylverbindungen, bei denen die Hydroxylgruppe direkt an den Benzolkern gebunden ist (C5H5-OH). Früher war Phenol Bestandteil vieler Desinfektionsmittel, wurde aber wegen seiner Giftigkeit durch Phenolderivate (Kresole) ersetzt.

Phosphate:

Salze der Phosphorsäure. Wichtige Rohstoffe für Wasch- und Reinigungsmittel, dienen zur Wasserenthärtung und zur Schmutztragung.

Pilze:

Pilze schließen Hefen und Schimmelpilze ein und sind einzellige (Hefen) oder mehrzellige Organismen. Sie sind höher organisiert als Bakterien, aber weniger differenziert als Pflanzen und kommen überall vor.

Polio-Viren:

Die Polio-Viren sind kleine unbehüllte Viren die sich durch hohe Desinfektionsmittelresistenz auszeichnen. Sie sind die Erreger der Poliomyelitis (Kinderlähmung). Diese Infektionskrankheit ist in ihrer schwersten Form durch schlaffe Lähmungen gekennzeichnet und kann zu Dauerschäden oder zum Tod führen.

Polymerisation:

Chemische Reaktionsform, bei der sich mehrere einzelne Moleküle (Monomere) so miteinander verbinden, dass ein kettenförmiges hochvernetztes Endprodukt entsteht.

ppm:

parts per million = Teilchenanteil auf eine Million Teilchen; z.B. 5 ppm = 5 von einer Million Teilchen.

ppm:

parts per million = Teilchenanteil auf eine Million Teilchen; z.B. 5 ppm = 5 von einer Million Teilchen.

Prionen:

Proteinaceous infectious particle = infektiöser Eiweißpartikel (Erreger von CJK/ vCJK). Prionen bestehen aus einem Protein (Eiweiß) und sind nichts anderes als eine aus bisher ungeklärten Gründen abgewandelte Form eines natürlich vorkommenden Proteins. Prionen besitzen eine äußerst hohe Umwelt- und Desinfektionsmittelresistenz. Deshalb sind die meisten Desinfektionsmittel unwirksam. Prionen lagern sich bevorzugt in Nervenzellen ab, die schließlich zu Grunde gehen und ein schwammartiges Gehirn hinterlassen. Beim Menschen führt dies zur Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, bei Schafen und Ziegen zur Scrapie- oder Traberkrankheit und beim Rind zum Rinderwahnsinn (BSE). Welche Faktoren bei diesen Krankheiten nebst den Prionen zusätzlich mitspielen, ist bis heute nicht bekannt. Da die Möglichkeit der Übertragung des BSE-Erregers auf den Menschen vermutet wird, sollten Fleisch und Organe von Rindern eines gefallenen Bestandes nicht in die Nahrungskette gelangen. Maßnahmen der Lebensmittelhygiene, bei der Zubereitung und Verarbeitung, können ein mit Prionen belastetes Ausgangsprodukt nicht sicher von diesen Erregern befreien.

Pseudomonaden:

Anspruchslose Wasserkeime, typischer Vertreter ist der Pseudomonas aeruginosa.

PVC:

Polyvinylchlorid.


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Q

QAV:

Quartäre Ammoniumverbindung.

Quantitativer Suspensionstest:

Eine Probe des zu prüfenden Produktes wird mit einer Bakterien- oder Pilzsuspension versehen und dieses Gemisch bei der Prüftemperatur gehalten. Nach ausgewählten und festgelegten Einwirkzeiten wird eine aliqote Menge des Gemisches mit validierten Verfahren sofort neutralisiert, um die vorhandene Bakterizidie bzw. Fungizidie zu überprüfen. In jeder Probe werden die Lebendkeimzahlen bestimmt und deren Verminderung berechnet.


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R

Reinigung:

Entfernung bzw. Eleminierung von Fremdmolekülen von einem chemischen Stoff mit Hilfe physikalisch/chemischer Methoden. Durch die Entfernung von Schmutz bei der Reinigung werden den Mikroorganismen ihre Nährstoffquellen weggenommen. Dadurch können sie sich nicht mehr vermehren. Die Reinigung erfolgt mittels mechanischer Arbeit und eines Reinigungsmittels. Dabei wird der Grad der mikrobiellen Kontamination jedoch nur reduziert.

Remanenzwirkung:

Über den eigentlichen Zeitpunkt der notwendigen Einwirkzeit hinausgehender Desinfektionseffekt.

Resistenz:

Genetisch bestimmte, von kulturbezogenen Bedingungen unabhängige Unempfindlichkeit.

Reversosmose:

Umkehr-Osmose-Anlage zur Wasserenthärtung.

Richtlinien der DGHM:

Nach den „Richtlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel” existiert eine Liste (wird regelmäßig aktualisiert) mit den von der DGHM als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren (inkl. das Verfahren zur Händedekontamination und hygienischen Händewaschung). Für die Aufnahme in die o.g. Liste gibt es einen speziellen Anforderungskatalog der DGHM. Demnach sind zwei unabhängige Prüfberichte und Gutachten erforderlich, die den derzeit publizierten „Standardmethoden der DGHM zur Prüfung chemischer Desinfektionsverfahren” und geltenden relevanten europäischen Normen entsprechen.

Richtlinien der DVG:

Richtlinie der deutschen Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V zur Prüfung von Desinfektionsmitteln zur Aufnahme in die entsprechende Desinfektionsmittelliste (veterinärmedizinischer oder Lebensmittelbereich).

Richtlinie der DVV:

Richtlinie des Robert-Koch-Institutes und der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten zur Prüfung von chemischen Desinfektionsmitteln auf Prüfung von chemischen Desinfektionsmitteln auf Wirksamkeit gegen Viren. Um eine umfassende Viruswirksamkeit zu gewährleisten, muß gegen folgende Testviren getestet werden: Polyvirus Typ 1 Stamm LSc-2ab; Adenovirus Typ 5 Stamm Adenoid 75; Vakziniavirus Stamm Elytree und Papovavirus (SV40) Stamm 777.

RKI:

Robert-Koch-Institut, ehemals Bundesgesundheitamt (BGA). Das Robert-Koch-Institut erforscht und dokumentiert übertragbare Krankheiten beim Menschen. Gegründet wurde es als Königlich Preußisches Institut für Infektionskrankheiten im Jahr 1891 nach dem Vorbild des Pariser Institute Pasteur. Es blieb in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte universitätsunabhängig und verband von Anfang an Grundlagen- und angewandte Forschung.

RKI-Liste:

Desinfektionsmittel-Liste des RKI (vom Amtsarzt für den Seuchenfall empfohlene Verfahren).

RNA:

Ribonucleinacid (engl. für RNS).

RNS:

Ribonukleinsäure (Träger von Erbinformation).

Rost:

Umgangssprachlich für das Ergebnis einer Korrosion von Eisen oder Stahl an Luft, in Wasser oder wässrigen Lösungen zu div. Eisenoxiden.

Rota-Viren:

Rota-Viren gehören zu den Reoviren. Das sind kleine unbehüllte Viren mit lipophilen Eigenschaften. Rotaviren sind der häufigste Grund für Durchfallerkrankungen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Daneben spielen sie auch eine Rolle in höherem Alter und vor allem bei immungeschwächten Menschen. Auf Gegenständen und auf der Haut (Hände) überleben Rotaviren lange und werden so von erkrankten oder gesunden Trägern sehr rasch weiterverbreitet. Rotaviren besitzen eine gute Trockenresistenz. Sie sind jedoch aufgrund ihrer lipophilen Eigenschaften empfindlich gegenüber den meisten Desinfektionsmittelwirkstoffen wie Alkoholen, Aldehyden; Phenolen oder Oxidationsmitteln.


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S

SAI:

Special Additve International.

Der Bereich kümmert sich um den Vertierb von Konservierungsstoffen aller Art.

Säurederivate, organische:

Unter Säurederivaten versteht man Substanzen, die sich chemisch einfach von Säuren ableiten lassen. Bei den Säuren unterscheidet man zwischen anorganischen (z.B. Schwefelsäure und Phosphorsäure) und organischen Säuren (Säuren auf Kohlenstoffbasis, die das Strukturelement -COOH besitzen, z.B. Essigsäure). Organische Säurederivate lassen sich demzufolge leicht von organischen Säuren ableiten. Z.B. können Carbonsäureester als Derivate organischer Säuren bezeichnet werden.

Säuren:

Stoffe, die in wässrigen Lösungen den pH-Wert des Wassers erniedrigen.

Schlußdesinfektion:

Nach Überstehen einer ansteckenden Krankheit bzw. nach Wohnungswechsel des Erkrankten gemäß Bundesseuchengesetz durchzuführende Scheuer-, Raum-, Luft- und / oder Instrumentendesinfektion.

Schmutzlösevermögen:

Diese Eigenschaft von Reinigungsmitteln (meist bei Allzweckreinigern) garantiert eine wirksame Beseitigung starker Verschmutzungen.

Schmutztragevermögen:

Ein hohes Schmutztragevermögen ist eine der Anforderungen, die an ein Desinfektionsmittel gestellt werden. Es verhindert eine Einwirkung von Schmutzpartikeln.

Schnelldesinfektion:

Desinfektionsmaßnahme, bei der eine schnelle Abtötung bzw. Inaktivierung von Mikroorganismen erfolgt. Desinfektionsmittel zur Schnelldesinfektion sind meist auf Alkoholbasis aufgebaut, wobei diese nur auf sauberen Flächen angewendet werden sollten.

SDS:

Sodiumdodecylsulfat (Natriumlaurylsulfat, anionisches Detergenz).

Silikate:

Salze der Kieselsäure; sie werden in Reinigern häufig als Korrosionsinhibitoren und Alkaliträger eingesetzt; ein Überschuss von Silikaten muss nach der Reinigung vom Spülgut beseitigt werden, sonst können sich glasurähnliche Beläge auf den Instrumenten bilden.

Sporen:

• bakterielle Sporen:
Sporen sind Dauerformen mancher Bakterien, die äußerst stabil gegenüber Hitze und Trockenheit sind. Sie werden unter ungünstigen Lebensbedingungen gebildet und können im Trockenen über Jahre hinweg lebensfähig bleiben. Gelangen bakterielle Sporen in eine Umgebung mit genügend Nährstoffen und Feuchtigkeit, können sie wieder auskeimen. Die dabei entstehenden Bakterien vermehren sich weiter.

• pilzliche Sporen:
Die einzellige Fortpflanzungsform von Pilzen wird ebenfalls Sporen genannt. Diese Sporen sind jedoch im Gegensatz zu den bakteriellen nicht sehr umweltresistent.

Sporizid:

Die Eigenschaft Sporen (bakterielle und pilzliche) abzutöten.

Sprühdesinfektionen:

Sprühdesinfektionen eignen sich zur schnellen und sicheren Desinfektion von Flächen und Inventar, wobei beachtet werden muss, dass die zu desinfizierenden Flächen während der Einwirkzeit voll benetzt werden.

Staphylokokken:

Grampositive Bakterien, z.B. Staphylococcus aureus (Eitererreger mit thermostabilen Toxinen). Staphylokokken kommen überall vor (Haut, Haare, Tiere etc.). Die krankheitserregenden Arten dieser Gattung (z.B. Staphylococcus aureus) werden vor allem durch ungenügende Körperhygiene, Wundinfekte, Husten und Niesen übertragen. Dadurch können Lebensmittel bei der Zubereitung kontaminiert werden. Die Toxine von Staphylococcus aureus führen bei einer Infektion zu Übelkeit, Erbrechen und heftigen Durchfällen (Lebensmittelintoxikation).

Steckbecken:

Gerät zum Auffangen von Stuhl und Urin von bettlägerigen Patienten. Sie sind nach jedem Gebrauch zu desinfizieren.

Steril:

Bedeutet „frei von vermehrungsfähigen Organismen und ihren Sporen”.

Sterilisation:

Abtöten oder Inaktivieren aller Mikroorganismen auf Oberflächen, in Flüssigkeiten oder Gasen mit dem Ziel, deren Weiterverbreitung zu verhindern. Sterilisation wird mit Hitze durchgeführt. Man unterscheidet zwischen der Dampfsterilisation, der Heißluftsterilisation und der Gassterilisation. Die Dampfsterilisation ist das Verfahren der Wahl und wird für thermostabile Güter verwendet. Für den Gebrauch im Krankenhausbereich haben sich hierbei Temperaturen von 121 °C und 134 °C bewährt. Die Sterilisierzeit variiert je nach der Temperatur und der Art der Verpackung. Die eigentliche Sterilisationsphase setzt sich zusammen aus der Ausgleichszeit, der Abtötungszeit und dem Sicherheitszuschlag. Bei der Heißluftsterilisation chirurgischer Instrumente darf die Solltemperatur von 180 °C aus Gründen der Sterilisiersicherheit nicht unterschritten werden. Bei der Gassterilisation, die für thermolabile Medizinprodukte eingesetzt wird, unterscheidet man zwischen der Ethylenoxid- und der Formaldehyd-Sterilisation. Bei der Ethylenoxid-Sterilisation liegt der Temperaturbereich zwischen 37 °C und 60 °C. Bei der Formaldehyd-Sterilisation ist der optimale Temperaturbereich zwischen 60 °C und 70 °C bei einer üblichen Expositionszeit von 1 Stunde.


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T

TA:

Technische Anleitung.

Taktbandwaschanlage:

Die Taktbandwaschanlage (Reinigungsautomat) führt automatisch in einem Drei-Kammer-Verfahren (Reinigung, Desinfektion, Trocknung) die Instrumentenaufbereitung durch.

Tbc:

Tuberkulose.

Tenside:

Bezeichnung für Substanzen, die die Grenzflächenspannung herabsetzen. Sie sind verantwortlich für das Reinigungsvermögen eines Produktes; drängen sich zwischen Schmutzpartikel und Oberfläche und halten den abgelösten Schmutz in Lösung.

Thermolabil:

Unbeständig gegen hohe Temperaturen (thermisch instabil).

Thermolabile Materialien:

Materialien, die durch Hitzeeinfluss zerstört werden. Darunter fallen im Krankenhausbereich insbesondere Kunststoffartikel, optische Geräte und Einmalartikel.

Thermologger:

Gerät zur Aufzeichnung eines Temperaturverlaufes. Die thermische Desinfektionsleistung kann mit einem Datenlogger durch die Bestimmung des A0-Wertes gemäß DIN EN ISO 15883-1 überprüft werden. Die graphische Darstellung zeigt die Füllphasen und die einzelnen Spülphasen in ihrem Temperaturverhalten sowie den Temperaturverlauf während der Trocknungsphase. Die somit erfassten Temperatur- und Zeitdaten erlauben eine sichere Korrektur der Programmeinstellung der Automaten sowie eine laufende Überprüfung inkl. Dokumentation.

Thermoresistent:

Beständig gegen hohe Temperaturen.

TOSI-Prüfkörper:

Der TOSI-Prüfkörper dient zur Kontrolle der Reinigungsleistung bei Reinigungs- und Desinfektionsautomaten im Rahmen der Instrumentenaufbereitung.

TQM:

Total Quality Management — TQM steht für die Idee, dass Qualitätskontrolle nicht darauf beschränkt sein sollte, ans Ende der Produktionskette einen „Qualitätskontrolleur” zu stellen, der das Endresultat prüft. Vielmehr sollte sie die ganze Organisation durchdringen — vom Augenblick der Anlieferung der Rohmaterialien bis zu dem Moment, an dem das Endprodukt das Werk verlässt. Total Quality Management ist ein prozessorientiertes System, das auf der Überzeugung gründet, dass Qualität einfach eine Frage der Ausrichtung an den Erfordernissen der Kunden sei. Diese Erfordernisse lassen sich messen, sodass Abweichungen davon mittels Prozessverbesserung oder -umgestaltung vermieden werden können.

TRGS:

Technische Regeln für Gefahrstoffe.

Trinkwasser-Verordnung:

Für die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sowie für die Qualität des in Lebensmittelbetrieben benutzten Wassers gelten die Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrWVO) von 1986 — mikrobiologische Anforderungen: < 100 KBE / mL und frei von pathogenen Erregern.

Tuberkulose-Bakterien:

Darunter versteht man den Erreger der Tuberkulose, Mykobakterium tuberkulosis. Es handelt sich hierbei um säurefeste stäbchenförmige Bakterien mit einer hohen Resistenz gegen chemische Einflüsse. Tuberkulose ist eine weltweit verbreitete, langwierig verlaufende, meldepflichtige Infektionskrankheit bei Mensch und Tier. Die Übertragung erfolgt heute fast ausschließlich über die Atemwege (Tröpfcheninfektion). Die Erstinfektion befällt fast immer die Lunge. Der Verlauf einer Tuberkulose ist vor allem von der Widerstandskraft des Organismus sowie von der Menge und Virulenz der Erreger abhängig.

Tuberkulozid:

Tuberkulozid wirken Substanzen und Verfahren, die Tuberkelbakterien abtöten.


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U

Ubiquitär:

Überall vorkommend.

Ultraschall (Ultraschallbad):

Ultraschall sind Schwingungen in festen, flüssigen oder gasförmigen Körpern, deren Frequenz jenseits der Hörgrenze, also über 20kHz liegt. Im Ultraschallbad werden diese Schwingungen benutzt, um Verschmutzungen zu lösen.

UVV:

Unfallverhütungsvorschrift — UVV sind von den Unfallversicherungsträgern erlassene Regelungen, in denen technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit vorgeschrieben werden. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat für das Personal, das im Gesundheitsdienst tätig ist, eine Unfallverhütungsvorschrift (UVV) für den Gesundheitsdienst herausgegeben (VBG 103), die für den Arbeitgeber in medizinischen Bereich verbindlich ist.


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V

Vaccinia-Viren:

Das Vaccinia-Virus ist ein Impfvirus in verschiedenen Varianten, das zur Ausrottung der Pocken geführt hat.

Validierung:

Ein dokumentiertes Verfahren zum Erbringen, Aufzeichnen und Interpretieren der Ergebnisse, die benötigt werden, um zu zeigen, dass ein Verfahren ständig mit den vorgegebenen Spezifikationen übereinstimmt.

VARIO-TD Programm:

Als ein Standardverfahren zur allgemeinen Infektionsprophylaxe, insbesondere hinsichtlich der verbesserten Entfernung von Blutrückständen, hat sich das sog. VARIO-TD Programm etabliert. Bei diesem Verfahren erfolgt in den ersten Spülphasen die Reinigung bei niedrigen Temperaturen. Dadurch wird verhindert, dass Blut noch während der Reinigung denaturiert und sich auf den Instrumenten festsetzt. Die thermische Desinfektion findet am Ende des Spülprozesses statt und erfolgt hier mit einer Temperatur von 93 °C bzw. 90 °C und einer Einwirkzeit von fünf Minuten. Diese Verfahren entsprechen der Norm DIN EN ISO 15883 und durch das RKI wurden diese Parameter als wirksam in den Wirkungsbereichen A und B, das heißt fungizid, bakterizid und virusinaktivierend einschließlich HBV und HIV, anerkannt. Die hohe Temperatur am Programmende schließt eine Rekontamination durch das Nachspülwasser aus und verbessert die Trockenergebnisse nach der letzten Spülphase. Dieses Verfahren ist besonders materialschonend und eignet sich zur Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten.

VDI:

Verein Deutscher Ingenieure — Er gilt in Deutschland als Sprecher der Ingenieurinnen und Ingenieure und der Technik sowie als führende Institution für die Weiterbildung und den Erfahrungsaustausch technischer Fach- und Führungskräfte. Als gemeinnützige, von wirtschaftlichen und parteipolitischen Interessen unabhängige Organisation vertritt er die berufs- und gesellschaftspolitischen Interessen der Ingenieurinnen und Ingenieure sowie der Ingenieurstudenten. Ziel seiner Arbeit ist der Transfer von Technikwissen als Dienstleistung für alle in Beruf und Studium stehenden Ingenieure und Naturwissenschaftler, für die Unternehmen, den Staat und die Öffentlichkeit.

Vegetative Bakterien:

Wörtlich: „wachsende” (vermehrungsfähige) Bakterien, siehe auch: „Sporen”.

VE-Wasser:

Vollentsalztes Wasser (Entmineralisiertes Wasser).

VHD:

Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. — Die VHD ist ein Verein, der die Berufsinteressen der Hygienefachkräfte sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene vertritt.

Viren:

Kleinste Krankheitserreger. Sie sind nicht eigenständig lebensfähig, sondern benötigen dazu fremde Wirtszellen. Sie bestehen aus dem notwendigen Träger der Erbinformation (Nukleinsäuresequenz), der durch einen Proteinmantel und ggf. durch eine zusätzliche lipidhaltige Hülle umgeben ist.

Virulenz:

Bezeichnet die Aggressivität eines Krankheitserregers; dient als Maß für die Fähigkeit, eine Infektionskrankheit auszulösen.

Virus-Inaktivierung:

Hemmung der Vermehrungsfähigkeit von Viren (v.a. zur Herstellung von Plasmaderivaten und Impfstoffen).

Virusinaktivierend:

Ausschalten einer Viruskontamination, z.B. durch geeignete chemische Desinfektionsmittel.

Viruzid:

Bewirkt eine vollständige bzw. dauerhafte Virusinaktivierung.


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W

WAS:

Waschaktive Substanz; z.B. Seifen und Tenside.

Wäschedesinfektion:

Krankenhauswäsche sollte grundsätzlich desinfiziert werden. Es gibt zwei Verfahren, die Wäschedesinfektion mit chemischen Mitteln und die chemothermische Wäschedesinfektion.

Wasserhärte:

In hartem Wasser bilden Seifen unlösliche Rückstände; Kalkablagerungen verstopfen Leitungen. Die Wasserhärte besteht aus gelösten Calcium- und Magnesiumsalzen, sie bildet als Hydrogencarbonate die temporäre bzw. als Sulfate die permanente Härte. Einheit: 1 °dH (Grad Deutsche Härte) = 10 mg Calciumoxid.

Wandspender:

Geräte, die der Freigabe von Flüssigkeiten wie Waschlotionen, Händedesinfektionsmitteln und Cremes dienen.

Warennummer, statistische:

Amtlicher Schlüssel gemäß dem „Harmonisierten System zur Bezeichnung und Codierung von Waren”. Die statistische Warennummer ist für die INTRASTAT-Meldung und Außenhandelsstatistik der europäischen Gemeinschaft relevant. Es existiert eine Liste mit Warennummern in die eine Ware aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und anderer Merkmale (z.B. Gefahrstoffe) einsortiert wird und so einer Warennummer zugeteilt wird.

WGK:

Wassergefährdungsklasse — Wassergefährdende Stoffe werden entsprechend ihrer Gefährlichkeit in folgende Wassergefährdungsklassen eingeteilt:

• WGK 3: stark wassergefährdend
• WGK 2: wassergefährdend
• WGK 1: schwach wassergefährdend
• WGK 0: im allgemeinen nicht wassergefährdend

WHO:

World Health Organization (Welt-Gesundheits-Organisation) — Am 7. April 1948 gegründet als fachkompetente Gesellschaft der Vereinten Nationen (UN).

WRMG:

Wasch- und Reinigungsmittelgesetz — Regelt das Einbringen von Wasch- und Reinigungsmittel in den Verkehr, so dass nach ihrem Gebrauch jede vermeidbare Beeinträchtigung der Beschaffenheit der Gewässer, insbesondere im Hinblick auf den Naturhaushalt und die Trinkwasserversorgung, und eine Beeinträchtigung des Betriebs von Abwasseranlagen unterbleibt.


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Z

Zentralsterilisation:

Im Krankenhaus in einem Raum zusammengefasste Funktionseinheit für die Sterilisation aller anfallenden zu sterilisierenden Gegenstände.

Zitronensäure:

Eine in zahlreichen Früchten vorkommende Hydroxycarbonsäure, die im Lebensmittel-, Kosmetik- bzw. Wasch- und Reinigungsmittelbereich vielfältige Verwendung findet. In Reinigern wird Zitronensäue als milder gut biologisch abbaubarer Komplexbildner oder als Säurerungsmittel eingesetzt, z.B. als Inhaltsstoff von Neutralisationsmitteln, nach erfolgter alkalischer Reinigung.

ZSVA:

Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung.

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