Nur eine ausreichend hohe Compliance in der Händedesinfektion kann Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen wirklich reduzieren. Entscheidend ist, sich einrichtungsbezogen mit den Gründen für Non-Compliance auseinanderzusetzen und multimodale Interventionsprogramme zu gestalten.

In Anlehnung an WHO multimodal improvement strategy
Trotzdem gibt es Potenzial, die Compliance in Krankenhäusern zu verbessern. Neben mannigfaltigen psychologischen Aspekten1, begründet sich die sinkende Händehygiene-Compliance auch durch das vermehrte „universelle Tragen“ von Einmalhandschuhen in Einrichtungen des Gesundheitswesens2. Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Einmalhandschuhe situationsbedingt eine zusätzliche Maßnahme zum Schutz vor Kontamination darstellen und demnach die Händedesinfektion nicht ersetzen, stellen wir von schülke unterstützende Materialien für den Aushang auf der Station zur Verfügung. Dabei verfolgen die Materialien das Ziel, Anwender:innen in der indikationsgerechten Ausführung der Händedesinfektion sowie einem indikationsgerechten Tragen von Handschuhen zu unterstützen. Gleichzeitig wird mit den Aufklebern für Handschuhboxen der Aspekt der Ressourceneffizienz aufgegriffen.
Mehr Informationen zu Compliance und weiteren Aspekten der Händehygiene finden Sie in unserer Infobroschüre sowie im DFP-Literaturstudium – beide stehen Ihnen hier kostenlos zum Download zur Verfügung. Zusätzlich bieten wir Ihnen hilfreiche Materialien zur Förderung der Händehygiene- und Handschuh-Compliance, die Sie ebenfalls gratis herunterladen können.





1Brunke M, Chaberny IF, Arvand M: Noch steigerungsfähig? Die Compliance mit der Händehygiene unter psychologischen Gesichtspunkten Epid Bull 2022;18:3-5 | DOI 10.25646/9990.3
2Brunke M, Chaberny IF, Gastmeier P, Kolbe-Busch S, Wendt C, Arvand M: Der indikationsgerechte Einsatz von medizinischen Einmalhandschuhen in der Krankenversorgung: Gibt es hier Handlungsbedarf? Epid Bull 2023;18:3-6 | DOI 10.25646/11389