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Chronische Wunden

Wunden werden als chronisch bezeichnet, wenn sie trotz fach- und sachgerechter Behandlung innerhalb von mehreren Wochen keine Heilungstendenz zeigen. Im Vergleich zu akuten Wunden entstehen chronische Wunden meist nicht durch traumatische Ereignisse von außen, sondern bei einer bestehenden Grunderkrankung wie beispielsweise ein venöses Leiden oder Diabetes mellitus. Die Heilung von chronischen Wunden kann langwierig und mit Komplikationen verbunden sein.

Abhängig von der Grunderkrankung gibt es verschiedene chronische Wunden.

Ulcus Cruris

Das Ulcus cruris (umgangssprachlich auch „offenes Bein“ genannt) befindet sich häufg im distalen Unterschenkelbereich in der Umgebung des oberen Sprunggelenkes, meist im Bereich des Innenknöchels. Oft leiden ältere, von mehreren Grunderkrankungen betroffene Menschen an dieser Art von Wunde.

Die häufigste Art mit circa 60-90% ist das Ulcus cruris venosum, bedingt durch eine chronisch venöse Insuffizienz (CVI). Wenn die Venen durch die Auswirkungen der chronisch venösen Insuffizienz geschädigt sind, können sie das Blut nicht mehr ordnungsgemäß zum Herzen zurücktransportieren. Der anhaltende Blutrückstau. bedingt eine schlechte Stoffwechselsituation und eine Ernährungsstörung des Gewebes. In dem belasteten Gewebe bildet sich ein Defekt aus, das Ulcus cruris venosum.
Das Ulcus cruris arteriosum entsteht als Folge einer arteriellen Verschlusskrankheit (AVK). Meist verursacht eine Arteriosklerose die Ablagerungen von arteriosklerotischen Plaques in den Gefäßen im Unterschenkelbereich. Dadurch entsteht eine Verengung der jeweiligen Arterien, die bis zum völligen Verschluss führen kann. Abhängig vom Ausmaß der Minderdurchblutung und der möglichen Ausbildung von Umgehungs- (sogenannten Kollateralkreisläufen) kann sogar die gesamte betroffene Extremität gefährdet sein. Das Ulcus cruris arteriosum ist mit einer Häufigkeit von circa 10 % eher selten. Oft entsteht dieses Ulcus nach Bagatellverletzungen, die wegen der arteriellen Minderversorgung des Gewebes nicht abheilen, sich infizieren und dann zum Ulcus führen.
Das Ulcus cruris mixtum ist eine Mischform aus Ulcus cruris venosum und Ulcus cruris arteriosum, die Entstehung des Ulcus cruris mixtum entspricht daher einer Kombination der beiden vorgenannten Wundarten.

Weitere mögliche Ursachen für ein Ulcus cruris sind Formen der Vaskulitis, verschiedene Hauttumore oder Entzündungen.

Diabetischer Ulcus

Der Begriff des diabetischen Fusssyndroms fasst verschiedene pathologische Veränderungen an den Füßen zusammen, die bei einer diabetischen Grunderkrankung vorkommen können. Dazu können Nagelbettschädigungen, Deformationen der Füße aber auch das diabetische Ulcus gehören.

Meist liegt der Entwicklung eines diabetischen Fußsyndroms eine Schädigung sensorischer, motorischer und autonomer Nerven zugrunde. Zusätzlich besteht oft auch eine Gefäßschädigung (diabetische Angiopathie). Das diabetische Fußsyndrom muss adäquat behandelt werden, um weitere Schädigungen und möglicherweise eine Amputation zu vermeiden.

Viele Patienten mit Diabetes mellitus leiden an einem diabetischen Ulcus. Häufig wird das diabetischen Ulcus am Fuß durch Druckschädigungen bei inadäquatem Schuhwerk ausgelöst. Auch fehlende oder unsachgemäße Fußpflege können die Ursache sein.

Dekubitus

Auch der Dekubitus ist eine schlecht oder langsam heilende Wunde. Die beim Dekubitus typischen Ulcera sind die Folge einer unphysiologisch hohen Druckeinwirkung auf alle Gewebsschichten und Blutgefäße meist verbunden mit Reibung und Scherkräften. Die Minderdurchblutung der Haut oder des Gewebes führt zu den entsprechenden.Schädigungen. Verschiedene Grunderkrankungen können die Entstehung eines Dekubitus begünstigen. Der Dekubitus wird meist bei Immobilität verursacht.
Es gibt verschiedene Klassifikationen des Dekubitus. Beispielhaft seien genannt:

  • Klassifizierung nach Schweregrad (Shea 1975)
  • Klassifizierung nach Stadium (Seiler 1979)
  • Chirurgische Klassifikation nach Daniel (1979)

Das European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP) und das amerikanische National Pressure Ulcer Advisory Panel (NPUAP) haben eine gemeinsame internationale Definition und Klassifikation des Dekubitus entwickelt (2009):

  • Kategorie/ Stufe/ Grad I: Nicht wegdrückbare Rötung
  • Kategorie/ Stufe/ Grad II: Teilverlust der Haut
  • Kategorie/ Stufe/ Grad III: Verlust der Haut
  • Kategorie/ Stufe/ Grad IV: Vollständiger Haut oder Gewebeverlust

Zusätzliche Kategorien / Stufen in den USA
Uneinstufbar/ nicht klassifizierbar: Vollständiger Haut oder Gewebeverlust –
unbekannte Tiefe
Vermutete tiefe Gewebsschädigung – unbekannte Tiefe

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